Erst nahmen sie sich die Raucher vor ...

Erst nahmen sie sich die Raucher vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich die Trinker vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich die Dicken vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich mich vor. (Frei nach Martin Niemöller)

Sonntag, 23. September 2012

Umverteilung von Unten nach Oben

Eine neue Studie zeigt erneut, dass hohe Tabaksteuren vor allem die Armen treffen. Das Schöne daran ist: selbst links orientierte Gruppen stören sich daran nicht: "sollen sie halt das Rauchen aufgeben". Kaum ein anderes System der Umverteilung von Unten nach Oben hat diesen Charme.

In New York kostet eine Schachtel Zigaretten an die 12$. Dieser Preis wurde durch eine Reihe von Steuererhöhungen erreicht. Wenn auch die New Yorker im Schnitt immer wengier Rauchen, bleibt die Raucherquote bei den Ärmsten annähernd konstant.

Theorie und Praxis

Das führt dazu, dass in den unteren Schichten 25% des Einkommens für Zigaretten ausgegeben wird und der Staat 600 Mio Dollar an Steuern kassiert.

Steuererhöhungen werden gerne damit begründet, dass sie Leute davon abhalten werden, mit dem Rauchen anzufangen, oder sie dabei unterstützen mit dem Rauchen aufzuhören. Bei den unteren Bevölkerungsschichten funktioniert das nicht. Nicht bei den ersten Steuererhöhungen, nicht bei den letzten und bei den zukünftigen wird es auch nicht funktionieren. Es ist eine sichere Sache.

Eine zynische Wirtschaftswissenschaftlerin

Solita Collas-Monsod von der University of the Phillipines bestätigt, dass höhrere Steuren nicht zu geringeren Steuereinnahmen führen. "Süchtige Raucher werden immer noch Zigaretten kaufen". Im gleichen Atemzug sagt sie, dass "Sündensteuern" nicht ungerecht seien. "Wir möchten, dass die Armen mit dem Rauchen aufhören, denn sie können sich medizinische Behandlung nicht leisten".




Kommentare:

  1. Höhere Steuern auf angeblich ungesunde Konsumgüter sind übrigens das "Patentrezept" aller Gesundheitsfetischisten und Gesundheitsrganisationen. Diese Art der Zwangsumerziehung wird auch beim Alkohol und bei Fast-Food-Produkten angestrebt und gefordert, und genauso wie beim Rauchen trifft es vor allem die Armen und hat bei dieser Gruppe keinen Effekt....

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  2. Die FDP bietet den Bürgern von NRW jetzt die Möglichkeit, mit ein paar Klicks eine Protestmail gegen das totale Rauchverbot zu versenden. Wer in NRW wohnt, sollte diese einfache Möglichkeit nutzen seinem Protest Ausdruck zu geben, egal was er nun von der FDP hält….

    http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article_tk.php/_c-1147/i.html

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  3. Also ich wüsste nicht, warum hohe Tabaksteuern die "Armen" stärker belasten sollten. Man sollte mal schauen wieviele "Reiche" rauchen. Ich bin mir sicher, wenn einige "Arme" ihr Geld sparen würden, anstatt es in Zigaretten zu investieren, wären sie nicht mehr arm sondern mindestens finanziell vernünftig aufgestellt.

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