Erst nahmen sie sich die Raucher vor ...

Erst nahmen sie sich die Raucher vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich die Trinker vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich die Dicken vor und ich habe den Mund gehalten. Dann nahmen sie sich mich vor. (Frei nach Martin Niemöller)

Montag, 20. Mai 2013

Es wird nicht schlimmer

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Konsum von Alkohol und anderen Drogen unter Jugendlichen ein immer größeres Problem wird. Diese Wahrnehmung ist aber das Ergebnis von Desinformations-Kampagnen. In Wirklichkeit werden die Jugendlichen immer braver.

Hier das Ergebnis einer Studie der University of Michigan


Zugegeben, der Marihuana-Konsum steigt, aber das wirft eine andere Frage auf: wenn, wie häufig behauptet wird, mächtige Industrien die Jugendlichen zum Alkohol und Tabakkonsum verführen, welche Industrie ist dann für den Anstieg des Marihuana-Konsums verantvortlich?

Und wenn wir schon bei Statistiken sind, hier ist der absolute Albtraum der Tabakkontrolle: die e-Zigarette wird den Abwärtstrend der Tabakzigratte noch beschleuningen.


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Der Sicherheitsgurt

Die Tabakkontrolle wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass Snus und e-Zigaretten nicht 100%ig sicher sind. Aber was ist schon 100%ig sicher? Versucht man eine solche Argumentation auf andere Produkte anzuwenden, kommt fast immer Absurdes dabei heraus. 

Wie steht es beispielsweise mit zuckerfreien Getränken? Ist Cola-light 100%ig sicher? Und schlimmer noch: aus einiger Entfernung kann man nicht mehr erkennen, ob jemand gezuckerte Cola oder Cola-light trinkt. Wird dadurch nicht das Konsumieren von zuckerhaltigen Getränken sozial akzeptabel, wo es doch eigentlich geächtet gehört? Sollte man Cola-light nicht besser verbieten, regulieren oder wenigstens hoch besteuern?

Noch hübscher wird die Sache, wenn man sich die Geschichte des Sicherheitsgurts anschaut. Auch ein Sicherheitsgurt ist "keine sichere Alternative zum Fahren ohne Gurt". Interessant ist, dass der Sicherheitsgurt, wie auch Snus, aus Schweden stammt.

In Wikipedia kann man dazu lesen:

Für den heimischen Markt rüsteten die beiden schwedischen Hersteller Saab und Volvo ihre Fahrzeuge ab 1959 serienmäßig mit Dreipunktgurten aus (in anderen Ländern kosteten die Gurte Aufpreis). Deshalb hatten 1961 bereits 77 % der neu zugelassenen Autos in Schweden Sicherheitsgurte.

In Deutschland wurd der Gurt 1976 zur Pflicht. Verboten war er niemals.

Bei Snus sind wir in einer ähnlichen Situation. Wieder macht uns Schweden vor, wie man Schaden reduzieren kann. Allderings ist diesmal von einer Gurtpflicht keine Rede. Stattdessen beharrt die EU  auf einem Snus-Verbot.

Brad Rodu spekuliert auf seinem Blog wie sich die EU zum Sicherheitsgurt äußern würde, wenn sie genau so argumentieren würde wie derzeit über Snus:

Während Schweden den 53sten Jahrestag der Einführung von Sicherheitsgurten in der Grundausstattung von Volvos feiert, bestätigte die EU das Verbot von Sicherheitsgurten in allen anderen Ländern der EU. "Alle Fahrzeuge sind gefährlich; es gibt keine Beweise, dass Sicherheitsgurte Fahrzeuge sicherer machen und sie können sogar zu einer riskanteren Fahrweise führen."



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